Orgeltriduum


Rudolf Guckelsberger

Freitag, 17. März, 19:00 Uhr

Rezitation & Orgelmusik


DIE PILGERFART NACH LÜBECK


Eine Bachnovelle von Hans Franck mit Orgelmusik von 

Johann Sebastian Bach und Dietrich Buxtehude


Rezitation: Rudolf Guckelsberger

Stuttgart

Orgel: Peter Kranefoed

Winnenden


Rudolf  Guckelsberger, geboren 1959, Diplom-Theologe, Diplom-Sprecher und Sprecherzieher.Nach seinem Theologiestudium an den Universitäten Bonn und Würzburg sowie einem zweijährigen Aufenthalt in einer Benediktiner-Abtei wechselte Rudolf Guckelsberger an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Eine Ausbildung bei Frau Prof. Uta Kutter im Fachbereich Sprechkunst/Sprecherziehung bildete den Grundstein seiner künstlerischen Laufbahn. Schon bald folgten erste Engagements als Rezitator mit Solo-Programmen und als Mitglied des Sprecherensembles der „Akademie für gesprochenes Wort“. Seit 1990 arbeitet Rudolf Guckelsberger als Sprecher beim Südwestrundfunk in den Programmbereichen Klassische Musik, Kulturelles Wort, Hörspiel, Nachrichten und Dokumentarfilm. Außerdem ist er die männliche Präsentationsstimme des SWR-Kulturprogramms („SWR2 Programmtipps“). Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit ist die Konzeption und Präsentation von Literaturprogrammen für diverse Veranstalter. Circa 150 Projekte und Lesungen sind in seinem ständigen Repertoire: ob Heine oder Thomas Mann, Eichendorff oder Kafka, Dickens oder Zola; ob Textcollagen (über das Herz, den Tango, die Eisenbahn oder den „Bücherwahn“), spezielle Lesungen zu Weihnachten oder „wider das Vergessen“ (Bonhoeffer, Klemperer, Klepper, Elie Wiesel) – das Themenspektrum ist breit und längst nicht ausgeschöpft. Circa 100 Auftritte im Jahr führen Rudolf Guckelsberger durch ganz Deutschland und ins benachbarte Ausland. Etwa 20 Hörbücher (von der Bibel bis zu Dostojewski) haben ihn auch jenseits der Bühne einem breiten Publikum bekannt gemacht.Immer wieder arbeitet Rudolf Guckelsberger auch mit Sängern und international bekannten Musikern zusammen (z. B. Duo Favori, Gitarre; Jürgen Essl, Orgel; Markus Hadulla und Jascha Nemtsov, Klavier; Antoine Tamestit, Viola; Tobias Wall, Tenor). Beim Musikfest Stuttgart der Internationalen Bachakademie wurde Rudolf Guckelsberger wiederholt als Rezitator engagiert. Darüber hinaus ist er ein gefragter Interpret bei einschlägigen Kompositionen für Sprecher und Instrumentalensembles (u. a. Honeggers „Roi David“ und „Jeanne d’arc“, Mendelssohns „Athalia“ oder Ullmanns „Cornet“).Guckelsberger konzipierte und begleitete viele literarische Studienreisen, z. B. nach Israel und Usbekistan, New York, Sankt Petersburg, Rom, Venedig, Lissabon und Istanbul. Im Literaturhaus Stuttgart trat er unter anderen mit Julian Barnes, Louis Begley, John Griesemer, Henning Mankell, Eric-Emmanuel Schmitt und Amos Oz als Vorleser aus deren Werken auf. Nicht zuletzt wird Rudolf Guckelsberger immer wieder als Sprecher für Imagefilme und Präsentationen von bedeutenden Unternehmen und Stiftungen engagiert (z. B. Daimler AG, Lufthansa, Berthold-Leibinger-Stiftung Ditzingen).

Peter kranefoed

Peter Kranefoed stammt aus Münster/Westfalen und erhielt dort auch seinen ersten Klavier- und Orgelunterricht bei Winfried Berger und Michaela Ratte. Er studierte Kirchenmusik, Dirigieren und Orgel an den Musikhochschulen Stuttgart (Orgelklasse Ludger Lohmann) und Freiburg (Dirigierklasse Scott Sandmeier) sowie am Boston Conservatory of Music (Solistenklasse James David Christie). Zudem besuchte er zahlreiche Meisterkurse.

Während seines Aufenthaltes in den USA von 2002 bis 2004 unterrichtete er Orgel als Assistent von Prof. Christie am Boston Conservatory sowie am College of the Holy Cross in Worcester, Massachusetts, und wirkte als Director of Music an der Chapel of the Holy Spirit in Weston, Massachusetts.

Peter Kranefoed geht umfangreicher Konzerttätigkeit nach und arbeitet regelmäßig mit Chören, Orchestern und Instrumentalensembles zusammen, z.B. mit den Stuttgarter Philharmonikern, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem Kammerchor Stuttgart oder dem Stuttgarter Kammerorchester. Als Organist, Cembalist und Dirigent trat er in ganz Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Schweden, Großbritannien, Frankreich, Österreich, Italien, Polen, Slowenien sowie in der Schweiz und in der Tschechischen Republik auf, ferner in Korea, China, Taiwan, Singapur, Indonesien und in vielen Staaten der USA.

Seine jüngste CD-Einspielung umfasst Sonaten, Präludien und Fugen von Felix Mendelssohn Bartholdy. Es liegen vier weitere CDs vor mit Orgelmusik von Johann Sebastian Bach, Orgelmusik des Barock und der Romantik sowie dem Requiem von Maurice Duruflé zusammen mit dem Kammerchor Münster unter Hermann Kreutz. Ferner wirkte er an zahlreichen Rundfunk- und CD- sowie Filmproduktionen mit.

Seit 2004 ist Peter Kranefoed Kirchenmusiker an St. Karl Borromäus in Winnenden und leitet dort eine vielbeachtete Konzertreihe. Außerdem wirkt er als künstlerischer Leiter verschiedener Chöre und Ensembles (u. a. des jungen süddeutschen Kammerchores camerata nova, des Vokalensembles cappella novella und des Barockensembles La Banda CORDeVENTO). Meisterkurse für Generalbaß und historische Aufführungspraxis (zuletzt am Beijing Conservatory of Music) sowie Vorträge im Bereich Orgelbau und historische Stimmungen runden seine Tätigkeit ab.

www.peter-kranefoed.org

Andrew Dewar

Samstag, 18. März, 18:00 Uhr

Andrew Dewar

Paris

Programm

Louis Marchand (1669-1732)- Grand dialogue 

Michael Festing (1705-1752)- Largo, Allegro, Aria, und zwei Variationen

Joseph Bonnet (1884-1944)- Variations de Concert Op.1 

Samuel Sebastian Wesley (1810-1876)- Andante F-Dur 

Alexandre Guilmant (1837-1911)- Sonate Nr.1 

i. Introduction et Allegro

ii. Pastorale

iii. Final



Andrew Dewar wurde 1981 in Yeovil (England) geboren. Im Alter von sieben Jahren erhielt er ersten geregelten Orgelunterricht und wurde bereits als Neunjähriger zum Organisten der St Mary’s Church seines Heimatortes berufen.

1996 erhielt er ein Förderstipendium für musikalisch Hochbegabte an der Wells Cathedral School (England). Orgel studierte er während dieser Zeit bei Rupert Gough, David Sanger und David Briggs (Improvisation) sowie Cembalo bei David Ponsford. In den Jahren 1999/2000 war er überdies als Organ Scholar an der St Andrew’s Cathedral zu Wells (England) tätig.  Anschließend setzte er seine künstlerische Orgelausbildung an der Staatl. Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart in der Orgelklasse von Ludger Lohmann fort.

Andrew Dewar gewann „Erste Preise“ beim Internationalen Orgelwett-bewerb von St Albans, U. K. (nebst „Publikumspreis“), beim Orgelwettbewerb 'Pipeworks' Dublin, beim Plymouth Orgelwettbewerb, beim Internationalen Orgelwettbewerb der Stadt Landau a. d. Isar (nebst „Sonderpreispreis“), beim Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerb Berlin, beim Internationalen Orgelfestival Bad Homburg FUGATO, beim Internationalen Bach-Wettbewerb („Bach-Preis“) der Landeshauptstadt Wiesbaden (nebst „Publikumspreis“) sowie jeweils „Zweite Preise“ bei der Canadian International Organ Competition in Montréal (nebst „Sonderpreis“), beim Internationale BACH | LISZT Orgelwettbewerb Erfurt - Weimar – Merseburg  (nebst „Sonderpreis“), und beim Eberhard-Friedrich-Walcker-Wettbewerb in Schramberg/Schwarzwald.

Andrew Dewar ist seit 2010 Titularorganist der großen Cavaillé-Coll-Orgel der American Cathedral (Episkopalkirche) zu Paris.

Rege Konzerttätigkeit in den bedeutendsten Kirchen und Konzertsälen seines Heimatlandes Großbritannien sowie in Kontinentaleuropa und in Übersee. Diverse CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen.


 




Ulrich Walther

Sonntag, 19. März, 18:00 Uhr

Ulrich Walther

Graz


Werke u.a. von Buxtehude, Bach, Mozart, Duruflé, Florentz und Bach/Walther


1980 in Hagen geboren. Studien in Konzertfach Orgel, Schul- und Kirchenmusik sowie Musikpädagogik in Stuttgart bei Ludger Lohmann, Jürgen Essl, Hans-Martin Corrinth und Willibald Bezler. Nebenbei private Studien bei David Sanger, Teilnahme an zahlreichen Meisterkursen, u. a. bei Lorenzo Ghielmi, Daniel Roth, Hans-Ola Ericcson, Heinz Wunderlich, Gerhard Weinberger und Jon Laukvik.

Bei mehreren internationalen Wettbewerben ging er als Preisträger hervor: 2005 1. Preis in Korschenbroich/Westfalen, 2006 2. Preis und Sonderpreis für die beste Interpretation des zeitgenössischen Auftragswerkes von Thomas Daniel Schlee beim Wettbewerb „Bach und die Moderne“ in Graz, 2. Preis beim Helmut Bornefeld-Wettbewerb in Heidenheim. 2007 1. Preis und Publikumspreis in St.Albans. 2008 Auszeichnung mit einem Stipendium des Deutschen Musikrates und Aufnahme in die Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“, 1. Preis und Messiaenpreis beim Bach-Liszt-Wettbewerb in Erfurt-Weimar-Merseburg.

2007/2008 unterrichtete er Schulpraktisches Klavierspiel an der Musikhochschule Stuttgart. Von 2008 bis 2010 unterrichtete er im Rahmen einer Gastprofessur künstlerisches Orgelspiel, Improvisation und Generalbaß an der Kunstuniversität Graz (Österreich). Im Oktober 2010 wurde er als Professor an die Grazer KUG berufen.

Seine Konzerttätigkeit führte ihn zu bedeutenden Orgeln und Festivals (u.a. Nürnberger Orgelwoche ION, Thüringer Bachwochen, Bodensee Musikfestival, Oberstdorfer Kunstsommer, Organ Festival Oviedo, Mataro, Orgelfestival Bergamo, St.Albans, Los Angeles St.James‘ Episcopal Church, Wormser Dom, Chartres Cathedral, Stadthalle Wuppertal, Edinbourgh St.Giles, Birmingham Townhall, St.Bavo Haarlem, Moskau Kathedrale, St. Petersburg Capella, Schloss Frederiksborg, Kristkirke Kopenhagen), wobei teilweise Rundfunkmitschnitte entstanden.

Daneben ergänzen das Unterrichten bei nationalen und internationalen Meisterkursen, Stummfilmimprovisationen, mehrere CD- und Rundfunkaufnahmen, musikologische Publikationen und die Tätigkeit als Wettbewerbsjuror sein künstlerisches Profil. Sein Forschungsinteresse liegt seit einigen Jahren  in den Bereichen Aufführungspraxis und Bearbeitung. Im Zuge dessen erscheinen im Jahr 2017 sämtliche Orgelbearbeitungen Max Regers als Weltersteinspielung auf CD. Sein fünf Jahrhunderte umspannendes Repertoire beinhaltet mehrere Eigen-bearbeitungen für Orgel, u. a. Franz Liszts Sonate h-Moll, Mendelssohns Variations sérieuses und Regers Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart, op.132.


Erstellt von Wolfgang Hausmann