Kirchenchor

Kirchenchor-Singstunde jetzt montags

Nach langer und intensiver Diskussion hat sich der Kirchenchor entschlossen, die Singstunde von Freitagabend auf Montagabend zu verlegen (Start: 06.06.2016). Der Montagabend stand schon immer zur Diskussion, scheiterte bislang jedoch an Parallelterminen einzelner Sängerinnen und Sänger. Da sich aber zunehmend auch der Freitagabend sowohl für die Chormitglieder wie auch für interessierte Einsteiger als nicht sonderlich attraktiv gezeigt hat, hat sich der Chor zum Wechsel des Singstundentermins entschlossen. Der neue Singstundentermin ist somit Montag, 19:30 Uhr im Saal des Gemeindezentrums. Geprobt werden Werke für die Mitgestaltung der Gottesdienste und weltliche Lieder zu verschiedenen Anlässen. Wir hoffen, mit dem Terminwechsel auch interessierte neue Sängerinnen und Sänger ansprechen zu können, damit wir auch künftig die reiche Tradition der Musica Sacra in unserer Gemeinde weiterhin pflegen können. Falls Sie Interesse haben, dabei mitzuwirken und jemand aus dem Kreis der aktiven Sängerinnen oder Sänger kennen, sprechen Sie ihn an. Auch das Pfarrbüro kann Ihnen bei der Suche nach einer Kontaktperson behilflich sein oder kommen Sie einfach zur Singstunde. Wir freuen uns auf Sie.                                                  

Dieter Speck, 1.Vorsitzender / Wolfgang Hausmann, Chorleiter



Aktuelle Termine



Sonntag, 21. April  2019, Ostern

Johann Georg Lickl, Missa solemnis in F (1824)

für Soli, Chor und Orchester


Eva Kleinheins, (Sopran), Gabriele Anna Lesch (Alt), Dietrich Wrase (Tenor) und Matthias Baur (Bass), sowie Chor und Orchester von St. Albertus Magnus, die Leitung hat Wolfgang Hausmann.


Johann Georg Lickl, 1769 in Klosterneuburg geboren, ließ sich 1785 in Wien nieder, wo er  Albrechtsberger und Haydn kennenlernte. Er war Organist an der Karmeliterkirche und arbeitete mit Schikaneder zusammen, wobei in der Folgezeit mehrer Singspiele für das Theater auf der Wieden entstanden. Im Jahre 1806 wurde er dann Kapellmeister an der Kathedrale in Pécs (Fünfkirchen), wo er bis zu seinem Tode im Jahre 1843 wirkte. Zahlreiche Kammermusikwerke wurden in Wien, Augsburg und Offenbach verlegt.


Seine Messe entstand im März 1824 und wird wahrscheinlich zum Osterfest das erste Mal erklungen sein. Er war ein Meister der Klangfarben und offensichtlich auch der Ökonomie. So verlangt er in seiner Messe vier Holzbläser (Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott), besetzt sie aber nur einfach, was das Komponieren nicht gerade erleichtert; Lickl löst dieses Problem jedoch meisterlich.

Wie sehr er gerade diese Messe geschätzt haben muss, lässt sich an der Tatsache ersehen, dass er sie in den folgenden Jahren häufig aufführte. 




Sonntag, 06. Januar 2018 (Dreikönig)

Weihnachtliche Gesänge im Wechsel mit der Gemeinde


Chor von St. Albertus Magnus, Orgel & Leitung: Wolfgang Hausmann. 




Mittwoch, 26. Dezember 2018, 2. Weihnachtsfeiertag

Joseph Haydn, Missa Sti. Nicolai

für Soli, Chor und Orchester

Es musizieren Eva Kleinheins (Sopran), Gabriele Anna Lesch (Alt), Dietrich Wrase (Tenor) und Matthias Baur (Bass), sowie Chor und Orchester von St. Albertus Magnus, die Leitung hat Wolfgang Hausmann. 

Die Missa Sancti Nicolai Hob. XXII:6 (deutsch Nikolaimesse) in G-Dur ist die sechste Messe von Joseph Haydn. Aufgrund des pastoralen Charakter des Kyrie und Dona nobis pacem, die im Sechsvierteltakt stehen, wird die Messe auch Sechsviertel-Messe genannt. Diese Grundstimmung der Messe ist nicht Zufall, da sie für die Adventszeit komponiert wurde.

Das Werk wurde wahrscheinlich am 6. Dezember 1772 zur Feier des Namenstages von Fürst Nikolaus Esterhazy uraufgeführt und entstand vermutlich als Dank. Im gleichen Jahr war der Fürst durch Haydns Abschiedssinfonie veranlasst worden, seinen Sommeraufenthalt im Schloss Esterháza etwas frühzeitiger als gewöhnlich abzubrechen; die sonst in Wien lebenden Musiker der Kapelle waren gezwungen, die Sommerzeit fern von ihren Familien in Eisenstadt zu verbringen.


Das Kyrie und Dona nobis bestehen aus demselben musikalischen Material und bilden so eine Klammer. Das Gloria ist mit Ausnahme des Gratis agimus tibi (Solo Sopran) ganz dem Chor anvertraut. Eine knappe Fuge beendet den Satz. Das Credo ist gestrafft, indem bis zum Et incarnatus der Text, in der Manier einer Missa brevis, auf die vier Chorstimmen verteilt ist und somit nur 28 Takte umfasst. Das gesamte Et incarnatus est wird von den Solisten bestritten, der Chor beendet das Credo ab Et resurrexit. Das Sanctus besteht aus einer langsamen Einleitung; unter gleichmäßig dahin schreitenden Sextuolen der Streicher deklamiert der Chor das Sanctus, ehe das Pleni sunt coeli sich jubelnd Bahn bricht. Das Benedictus ist ganz den Solisten anvertraut. Das klagende, in düsterem g-moll stehende, Agnus Dei mündet in das heitere Dona nobis, im Wechsel zwischen Soli und Chor.




Sonntag, 25. November 2018 (Patrozinium)

Louis Vierne, Messe solennelle cis-moll

für Chor und Orgel

ANDREW DEWAR, Paris/London, Orgel
Leitung: Wolfgang Hausmann



Die Komposition der Messe solennelle begann der nahezu blinde Louis Vierne im Jahre 1899 während der Sommerferien in Cayeux-sur-Mer in der Picardie. Ursprünglich sollte es eine Fassung für Chor und Orchester werden, doch auf Anraten von Charles Marie Widor schrieb er die Fassung für Chor und zwei Orgeln, »da man nicht immer ein Orchester zur Verfügung hat« (in französischen Kirchen findet man aber fast immer eine Haupt- und eine Chororgel).

 

Die Chororgel (Orgue de chœur) hat hauptsächlich die Aufgabe, den Chor zu stützen, indem sie über weite Strecken den Chorsatz mitspielt. Nur im Mittelteil vom Gloria und im Sanctus übernimmt die Chororgel eine solistische Aufgabe. Die große Orgel (Grand Orgue) trägt zur festlichen Umrahmung bei, wie am Beginn vom Gloria, oder tritt kommentiertend hinzu (im Gloria oder im Benedictus).

 

Vierne widmete seine Messe solennelle en ut dièse mineur pour chœur à quatre voix mixtes et deux orgues, deren Uraufführung am 8. Dezember 1901 in Saint-Sulpice mit Charles-Marie Widor an der Haupt- und Vierne selbst an der Chororgel stattfand, Théodore Dubois, der damals Leiter des Pariser Consevatoire war.

 

Sind die feierlichen Teile des Kyrie und das triumphierende Gloria und Sanctus noch traditionell romantisch komponiert, so schlagen die geheimnisvollen Harmonien des Benedictus einen völlig neuen Ton in der Kirchenmusik an. Die Messe schließt friedvoll mit lang anhaltenden Phrasen im Agnus Dei und bringt mit Echospiel zwischen Chor und großer Orgel das Werk zu einem wunderbar ruhigen, tröstlichen Abschluss.

In der Zwischenzeit wurde das Werk auch für eine Aufführung mit Chor und einer Orgelbearbeitet. In dieser Fassung erklingt die Messe in St. Albertus Magnus. Peter Kranefoed wird die Orgel spielen, die Leitung hat Wolfgang Hausmann.


Sonntag, 05. Mai 2018, Maiandacht

18:00 Uhr

 

Ave Maria Vertonungen 

von Callaerts, Vierne, Zangl und Zwyssig




Sonntag, 01. April  2018, Ostern

10:30 Uhr


Wolfgang Amadeus Mozart, Missa in C, KV 257 

(Große Credo-Messe / Spaur-Messe)

für Soli, Chor und Orchester


Johanna Reithmeier (Sopran), Gabriele Anna Lesch (Alt), Rüdiger Knöß (Tenor) und Matthias Baur (Bass), sowie Chor und Orchester von St. Albertus Magnus, die Leitung hat Wolfgang Hausmann.



Diese Messe hat durchgehend einen freudig festlichen Charakter, besonders im Gloria und im Hosanna des Sanctus will der Jubel kein Ende nehmen. Selbst im Kyrie findet sich nur in der kurzen Einleitung eine klagende Stimmung. Ihren (posthum) beigefügten Namen verdankt sie der Tatsache, das der Ruf „Credo“ weit über 60 Mal erklingt.


Leopold Mozart hatte am 28. Mai 1778 in einem Brief an Wolfgang Amadeus eine Messe erwähnt, die dieser 1776 anlässlich der Konsekration von Ignaz von Spaur zum Weihbischof von Brixen komponierte, der mit der Familie Mozart in engem, freundschaftlichen Kontakt stand und wohl auch bei der Organisation diverser Reisen behilflich war. 

In der Mozart-Forschung herrschte lange Zeit Unsicherheit darüber, um welches Werk es sich bei dieser „Spaur-Messe“ genau handelte; lange bedachte man die Messe KV 258 (Piccolomini) mit der Bezeichnung „Spaur-Messe“. Neuere Forschung geht jedoch einhellig davon aus, dass es sich bei der „Spaur-Messe“ um die Messe in C, KV 257 handelt. Dies hatte der Musikwissenschaftler Alan Tyson 1987 durch Vergleiche der von Mozart verwendeten Notenpapiere plausibel machen können. Eindeutig bewiesen wurde dies, erst 230 Jahre nach der Entstehung, durch den Fund eines Stimmensatzes in Brixen mit handschriftlichen Eintragungen von Wolfgang Amadeus und Leopold Mozart.



ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN!

Erstellt von Wolfgang Hausmann